Avalon AD2077

Getestet: Avalon AD 2077

Mit knapp 14 KG ein ordentlicher Kandidat für die Mastering Chain.
Der erste Eindruck ist großartig. Solide verbaut so wie man es von Avalon und bei dieser Preisklasse auch erwartet. In 0,5db bis 2db Schritten, je nach Band, kann man mit den von Avalon custom gefertigten sehr hochwertigen Drehreglern (Goldkontakte) sehr genau arbeiten und findet schnell zu einem guten Ergebnis. Das Bediengefühl ist angenehm und direkt; die Potis rasten fühlbar und akustisch genau ein „klaacckk“.
Die Range X 2 Buttons verdoppeln den Boost für härtere Einstellungen. Die Technik dieses Equalizers besteht aus passiven und aktiven Class A Filtern wobei Low und High Filter passiv gehalten sind und anstelle der Bandbreite und des Frequency Multiplers einen Peak-Dip knopf, der für einen Equalizer vielleicht ungewönlich mit „Peak-Dip“ gekennzeichnet ist. Jedoch steckt hinter diesem Knopf die einfache Funktion zwischen Shelf oder einem Peak-Dip (bekannter als „Bell“), zu wechseln.

Die Funktionen und Frequenzauswahl erweisen sich in der Praxis als gut durchdacht und hilfreich. Dieser Equalizer zeichnet sich durch den genialen Klang aus, der bei Anhebungen insbesondere bei Bässen und Höhen durch die passive Technik überzeugt. So gewinnt ein höhenarmer Mix mit nur wenigen Eingriffen an Luft und ausgezeichneten Konturen die auch bei Anhebungen über 5db nicht verschwimmen.
Die Messung über unseren Analyser zeigt dass bei Anhebung der Höhen Obertöne bis weit über 20khz hinzuaddiert werden. So einen Sound bekommt man mit keinem derzeitigen Plugin hin.

Wer einen ähnlich beeindruckenden Klang sucht checkt am besten den kleinen Bruder AD2055, der jedoch nicht diese Funktionalitäten und Schrittweise Lautstärkenanpassung mit bringt aber deutlich preiswerter ist.

Der Avalon AD2077 ist ein absoluter ultra HighEnd Equalizer.